May 18, 2024


85 Kilo Gemütlichkeit: Das ist Bernhardiner Ruffy. Der dreijährige XXL-Hund lebt in Lingen bei seinen Menschen Mary-Joe und Philipp Strahl. Das Paar hat sich spontan für einen Hund der Riesenrasse entschieden: „Wir haben Heiligabend ‘Ein Hund namens Beethoven’ geguckt, und es war Liebe auf den ersten Blick“, verrät Frauchen Mary-Joe, „er ist unser Baby“, sagt sie.

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„Hundeprofi“ Martin Rütter weiß, dass die meisten Menschen den Bernhardiner für ein „Riesenbaby“ halten, warnt aber dennoch davor, allzu sorglos zu sein: „Der Bernhardiner wird oft unterschätzt: ‘Der liegt eigentlich nur rum und ist ganz gemütlich’ – aber der kann auch sehr wachsam werden. Meistens gibt es innerhalb der Familie überhaupt keine Themen, aber der kann schon sehr gut einschätzen: Wer gehört hier hin und wer nicht?“

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Martin Rütter: Wichtiger Tipp fürs Baden vom Hund

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Frauchen Mary-Joe hat als Friseurmeisterin stets ein Auge auf das Äußere ihres Hundes: „Der sieht aus wie Schwein, lass uns den mal baden!“, sagt sie zu ihrem Mann, als der mit Ruffy vom Gassi nach Hause kommt.

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Martin Rütter muss lachen – er sieht die Notwendigkeit so gar nicht: „Wenn das jetzt schon der Anlass zum Baden ist, dann müsste ich meine Emma dreimal am Tag baden“, sagt der Hundetrainer und spielt damit auf seine eigene Hündin an, die offenbar auch gern im Dreck wühlt. Doch Mary-Joe zieht ihr Wellness-Programm für Ruffy durch: Bei einem Hund von 96 Zentimeter Schulterhöhe und über 80 Kilo dauert so eine Badesession schon mal gern eine halbe Stunde.

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Ruffy eignet sich auch gut als Ruhekissen - natürlich gut überwacht von Erwachsenen. (Bild: RTL)

Ruffy eignet sich auch gut als Ruhekissen – natürlich gut überwacht von Erwachsenen. 

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„Ganz wichtig: Immer Hundeshampoo benutzen“, rät Martin Rütter, da die Haut der Vierbeiner ganz andere Bedürfnisse hat als die von Menschen. „Unterm Bauch kriegt er noch ein bisschen Conditioner rein“, sagt Mary-Joe und ist voll in ihrem Element. Danach lasse sich das Fell des Bernhardiners besser bürsten. „Ihm gefällt es, dass er ordentlich ist“, ist Ruffys Halterin überzeugt. Martin Rütter hält das für Aberglauben: „Ihm ist das piepschnurzegal“, sagt er lachend. Großartig findet der „Hundeprofi“ hingegen die Idee, dass Frauchen für ihren XXL-Hund einen Bademantel selber näht – aus Frottee-Handtüchern. „Der Hund ist schön eingepackt. Das ist richtig gut geworden“, freut sich Philipp über Ruffys neuen Bademantel, der sogar eine Kapuze hat.

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Herrchen Philipp macht sich im Internet aber noch auf die Suche nach anderen Hunde-Accessoires: ein unkaputtbares Spielzeug für den Bernhardiner muss her, da Ruffy sein Plastikschwein immer nach wenigen Tagen zerfetzt. Während ein Kauring mit Speck-Aroma im Warenkorb landet (Martin Rütter: „Grundsätzlich wäre ich bei allen Spielprodukten, die aromatisiert sind, total skeptisch. Das können ja nur künstliche Aromastoffe sein“), wird Philipp noch auf ein anderes, ganz spezielles Gadget aufmerksam: eine Kothaufen-Aufhebe-Kralle. Durch die Greifzange soll der direkte Hautkontakt mit den tierischen Hinterlassenschaften vermieden werden. Mary-Joe ist jedoch skeptisch: Ob die normale Größe für das große Geschäft ihres Bernhardiners ausreicht?

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Nach ein paar Tagen machen Ruffys Menschen den Praxistest im Garten – und der geht gehörig in die Hose: Martin Rütter hatte bereits zuvor abgewunken: „Das braucht man von der Größe her ja gar nicht auszuprobieren“, so der Hundetrainer beim Anblick des offensichtlich zu kleinen Produkts. Auch Herrchen Philipp zweifelt mittlerweile stark an seinem Online-Kauf: „Wenn ich mir den Greifer so anschaue und dann den Hund … ich glaube, das wird nichts“, sagt er. Mary-Joe findet deutlicherer Worte: „Das ist der letzte Sch…!“

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Martin Rütter stimmt ihr zu: „Das Produkt verstehe ich gar nicht.“ Als Philipp versucht, einen vergleichsweise kleinen Haufen von Ruffy mit der Kralle aufzunehmen, flutscht alles sofort wieder heraus. Frauchen Mary-Joe macht Würgegeräusche, ihr wird allein beim Anblick übel. „Jetzt muss er ja doch mit den Händen da rum wurschteln“, sagt Martin Rütter lachend, als er Philipps Versuch, den Haufen in den Greifer zu bekommen, anschaut. Das Fazit des Hundeprofis fällt daher, wenig überraschend, vernichtend aus: „Was für ein Schrott-Produkt! Ich glaube nicht, dass der Hersteller damit die nächsten Generationen seiner Kinder ernähren kann“, sagt er augenzwinkernd. (tsch)



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