May 27, 2024


XXL-Rüde Ramos ist der große Liebling von Familie Derebas im Ruhrpott, vor allem die Kinder lieben den eineinhalbjährigen Rhodesian-Ridgeback-Bordeauxdoggen-Mischling. Doch mit seiner Schulterhöhe von 73 Zentimetern und einem Gewicht von 55 Kilo ist er alles andere als ein niedliches Kuscheltier.

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„Der Ridgeback ist sehr schlecht im Einstecken. Das sind ziemlich komplexe Hunde“, sagt der „Hundeprofi“ Martin Rütter über die Rasse, die zum Teil in Ramos steckt.

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Martin Rütter ist alarmiert

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Das können seine Halter bestätigen: „Ramos ist total stur und hört nur ab und zu“, räumt Rebecca ein. Vor allem Herrchen wird gern mal ignoriert – sei es beim Rückruf oder in anderen alltäglichen Situationen. Gern springt der Hund den Familienvater an und bellt, wenn ihm etwas nicht passt. Martin Rütter ist alarmiert: „Der Hund trifft die Entscheidungen, da kann es im Zweifel gefährlich werden“, warnt er.

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Halterin Rebecca sieht den Umgang ihres Mannes auch kritisch, denn sie hat in der Jugend eine schreckliche Erfahrung mit einem Hund gemacht: „Ich bin ein gebranntes Kind. Ich habe ich mich in einen Schäferhund im Tierheim verliebt, und der meinte, ich müsste mich unterordnen. Ich wurde schwer verletzt durch Bisse in den Armen, Händen und im Gesicht.“

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XXL-Rüde Ramos muss im Umgang mit Kindern noch viel lernen. (Bild: RTL)

XXL-Rüde Ramos muss im Umgang mit Kindern noch viel lernen. (Bild: RTL)

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Martin Rütter ist erschüttert: „Wahnsinn, was Rebecca aushalten musste, und umso bewundernswerter, dass sie diese Angst bearbeitet.“ Dafür seien klare Regeln im Umgang zwischen Tier und Mensch unabdingbar, so der „Hundeprofi“.

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Martin Rütter: „Mir wird heiß und kalt“

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Jede Woche geht Rebecca mit Ramos zur Hundeschule. Das Erlernte bringt sie ihrem Mann und Kindern dann im eigenen Garten näher. Doch bei der Wahl der Methoden bekommt Martin Rütter Schnappatmung: Rebecca ermutigt ihren siebenjährigen Sohn Ilyas mit den Worten: „Setz dich durch! Nimm den ruhig am Halsband“, als er einem Kommando nicht folgt.

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Ramos reagiert auf den Körperkontakt mit Knurren und Abschnappen in die Luft. „Ramos sagt ja sehr deutlich: Auf keinen Fall wirst du mich körperlich maßregeln! Wir haben hier einen 55-Kilo-Hund der sagt, ich erziehe ein Kind, das ist hoch gefährlich! Unter keinen Umständen sollte sich ein Kind durchsetzen bei einem Hund“, betont der Hundetrainer.

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Martin Rütter fordert klare Regeln für den XXL-Hund. (Bild: RTL)

Martin Rütter fordert klare Regeln für den XXL-Hund. (Bild: RTL)

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Doch im Video, dass der „Hundeprofi“ sieht, greift nun auch der elfjähirge Can dem XXL-Hund ans Halsband und versucht ihn zum Mitgehen aufzufordern. „Boah, mir wird heiß und kalt! Die Gefahr ist groß, dass es hier zu einer Frustrationsaggression kommt“, warnt Martin Rütter, „ein anderes Konzept muss her. Da muss ein Profi ran, auf jeden Fall!“

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Hundtrainerin bekommt „einen Herzinfarkt“

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Hundetrainerin Ellen Marques aus Martin Rütters Team übernimmt die wichtige Aufgabe. Direkt bei der Begrüßung stellt sie klar: „Wenn ich höre ‘Die Kinder müssen sich durchsetzen!’ kriege ich einen Herzinfarkt.“ Zuerst testet die Trainerin, wie der XXL-Hund auf Bewegung von Menschen reagiert – grenzt er auch die Erwachsenen ein oder nur die Kinder? Und siehe da: Auch bei Rebecca wird Ramos körperlich.

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Die Diagnose: Ramos fehlen klare Regeln und Struktur im Alltag, und die nicht gut trainierten Signale werden mit viel zu viel Druck durchgesetzt. Die Hausaufgabe für die Familie: Futter gibt es nur draußen bei Suchspielen oder dem Training von Signalen wie dem Rückruf. Ramos soll lernen: Es lohnt sich, wenn ich auf meine Menschen höre. Die sollen wiederum weniger mit Druck, sondern mehr mit Belohnungen für richtiges Verhalten arbeiten.

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Sechs Wochen später überprüft Ellen die Trainingsfortschritte. Während Frauchen Rebecca fleißig war, hat sich Herrchen weniger enthusiastisch gezeigt. „Ihr habt das meiste Futter über Training, Spiel und Grundsignale verfüttert?“, fragt die Hundetrainerin. Rebecca muss zugeben: „Nein …“ Während sich Martin Rütter noch wundert, dass Ramos weiterhin einen gefüllten Napf zur Verfügung hat, bekräftigt Rebecca, dass das Training mit Leckerlies im Garten sehr gut funktioniere.

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Und tatsächlich: Der Rüde bleibt ruhig auf seiner Decke liegen während die Familie Fußball spielt. „Die Situation hätte vor sechs Wochen niemals funktioniert. Man sieht auf jeden Fall, das trainiert wurde“, lobt Martin Rütter. Jetzt heißt die Devise: Dranbleiben! (tsch)



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