May 18, 2024


Sie gehören dazu wie Mama, Papa und Kinder: In fast jedem zweiten deutschen Haushalt lebt ein Heimtier – das sind rund 34 Millionen Hunde, Katzen, Kleinsäuger und Ziervögel. Obwohl die meisten Besitzer eher weniger als mehr im Portemonnaie haben, geben sie ihr Geld für ihre Haustiere aus.

Der stationäre Fach- und Lebensmitteleinzelhandel erzielte vergangenes Jahr einen Umsatz von mehr als 5,6 Milliarden Euro, das ist ein Plus von 9,5 Prozent. Hinzu kamen gut 1,3 Milliarden Euro über den Online-Handel sowie 161 Millionen Euro für Wildvogelfutter.

Der Gesamtumsatz der deutschen Heimtierbranche liegt somit bei rund 7,1 Milliarden Euro.

Nachfrage nach Premiumprodukten boomt

Gerade im Bereich Heimtierfutter stiegen die Umsätze in fast allen Bereichen. Grund ist zum einen eine erhöhte Nachfrage. „Der Umsatzanstieg spiegelt aber vor allem die gestiegenen Kosten der Unternehmen für Energie, Rohstoffe, Verpackung und Transport wider“, sagt Georg Müller, Vorsitzender des Industrieverbands Heimtierbedarf (IVH).

Und für ihre befellten, gefiederten und geschuppten Schätzchen ist den meisten Besitzern das Beste gerade gut genug. „Trotz der Inflation fragten Tierhalter insbesondere im Fachhandel nach Premiumprodukten, um ihre Tiere zu ernähren und zu pflegen“, sagt Norbert Holthenrich, Präsident des Zentralverbands Zoologischer Fachbetriebe Deutschlands (ZZF).

Sehr viele Besitzer griffen zu Premiumprodukten, um ihre tierischen Lieblinge zu versorgen

Sehr viele Besitzer griffen zu Premiumprodukten, um ihre tierischen Lieblinge zu versorgen

Foto: Ermolaev Alexandr – stock.adobe.com

Wie sie das finanzieren? „Einige Tierhalter nahmen Rabattaktionen oder Abonnements in Anspruch, um trotz gestiegener Preise eine hochwertige Versorgung ihrer Heimtiere sicherzustellen“, erklärt Holthenrich.

Katze auf Platz 1 der Haustiere

Mit einem Gesamtumsatz von 2,3 Milliarden Euro im Geschäft und damit einem Plus von 14,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr ist Katzenfutter das meistverkaufte Tiernahrungsmittel. Nicht weiter verwunderlich: Katzen sind nach wie vor Deutschlands Haustier Nummer 1. Insgesamt leben 15,7 Millionen in deutschen Haushalten.

Auch mehr Hundefutter ging über die Ladentheke. Die rund 10,5 Millionen Hunde sorgten für knapp zwei Milliarden Euro Umsatz, ein Plus von 9,1 Prozent.

Fische zu beobachten wirkt entspannend: 2,2 Millionen Aquarien gibt es in privaten Haushalten

Fische zu beobachten wirkt entspannend: 2,2 Millionen Aquarien gibt es in privaten Haushalten

Foto: Getty Images

Sonst in deutschen Haushalten zu finden: 4,6 Millionen Kleintieren wie Kaninchen, Meerschweinchen, Hamster, Mäuse (insgesamt 5 Prozent), 3,5 Millionen Ziervögel (3 Prozent), 2,2 Millionen Aquarien (4 Prozent), 1,3 Millionen Gartenteiche mit Zierfischen (3 Prozent) und 1,2 Millionen Terrarien (2 Prozent).

In 2 Prozent der Haushalte zu finden: Terrarien, unter anderem mit Spinnen

In 2 Prozent der Haushalte zu finden: Terrarien, unter anderem mit Spinnen

Foto: Rüdiger Hirsemann – stock.adobe.com

„So vielfältig die Menschen sind, so vielfältig sind auch ihre Heimtiere“, sagt Norbert Holthenrich. „Ob Katze, Hund, Nager oder Fische – Heimtiere können das Leben ihrer Menschen sehr bereichern.“

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